Pilger aus dem Norden und dem nördlichen Mitteldeutschland, die zum Grab des Apostels Jakobus nach Santiago de Compostela in Galicien zogen, suchten hauptsächlich über Köln und Aachen (die sogenannte "Niederstraße"), zuweilen auch über das Moseltal, Anschluss an die nördlichen französischen Wege. Pilger aus dem südlichen Mitteldeutschland und aus dem oberdeutschen Raum zogen auf der "Oberstraße" über Einsiedeln und Genf ins Rhonetal und nahmen die beiden südlichen Routen. Bei Puente la Reina, jenseits der Pyrenäen, stoßen die Wege zur großen Pilgerstraße aufeinander, dem Camino Francés, auf dem die Pilger nach etwa 700 Kilometern das Grab des Heiligen Apostels in Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens erreichen.
Weitere Hintergründe zur Bedeutung der Jakobswege für Europa finden Sie in einem Artikel des Erzbistums Köln.
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Jakobspilger heute
Sie sind mehrere tausend Kilometer zu Fuß unterwegs, trotzen Hitze, Kälte und Blasen unter den Füßen - und strahlen Zufriedenheit aus. Längst machen sich nicht mehr nur klassische Pilger auf den Jakobsweg.